Satzung

Satzung der PSSG zu Dresden e.V.

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

1.  Der Verein führt den Namen: Privilegierte Scheibenschützen-Gesellschaft zu Dresden e.V.

2.  Er hat seinen Sitz in 01109 Dresden, Langebrücker Straße 10 und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Dresden unter der Registernummer 1729 eingetragen. Der Verein tritt in die Nachfolge der seit 1454 in Dresden unter wechselnder Benennung bestehenden Privilegierten Scheibenschützen-Gesellschaft ein.

3.  Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

1.  Der Zweck des Vereins ist die Förderung des Sportschießens in seiner Gesamtheit von Breiten- und Leistungssport sowie die Pflege von Schützentraditionen.

Es ist Anliegen des Vereins, die Traditionen der Privilegierten Scheibenschützen-Gesellschaft zu Dresden und deren Brauchtum fortzuführen.

Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

  • ein breites Angebot an schießsportlicher Betätigung für jedermann, unter Beachtung der waffenrechtlichen Bestimmungen,
  • die Pflege des olympischen Schießsportes,
  • die Förderung einer Jugendabteilung,
  • die Förderung von Kaderschützen,
  • die Integration des Behindertensportes,
  • die Veranstaltung von Königsschießen und
  • Vogelschießen.

2.  Der Verein ist Mitglied des Sächsischen Schützenbundes e.V. (SSB), des Deutschen Schützenbundes e.V. (DSB) und des Landessportbundes Sachsen e.V. (LSB) und erkennt deren Satzungen an.

3.  Der Verein ist sich seiner ökologischen Verantwortung bewusst und unternimmt alles, um die Beeinträchtigung der natürlichen Umgebung durch die sportliche Betätigung seiner Mitglieder so gering wie möglich zu halten.

4.  Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 bis 68 AO.

5.  Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Auch bei ihrem Ausscheiden oder der Auflösung oder der Aufhebung des Vereins erhalten die Mitglieder keine Ausschüttungen aus dem Vereinsvermögen. Darüber wird in den zuletzt genannten Fällen vielmehr nach Maßgabe des § 10 (3) dieser Satzung verfügt.

§ 3 Mitgliedschaft

1.  Der Verein besteht aus:

  • ordentlichen Mitgliedern,
  • außerordentlichen Mitgliedern und
  • Ehrenmitgliedern.

2.  Ordentliche Mitglieder zeichnen sich gegenüber außerordentlichen Mitgliedern durch erweiterte Rechte und umfangreichere Pflichten aus. Die Regelungen dazu enthalten der § 6 dieser Satzung und die Finanzordnung.

3.  Ordentliches bzw. außerordentliches Mitglied kann jede natürliche Person werden, die einen schriftlichen Aufnahmeantrag gestellt hat. Bei Aufnahmeanträgen von Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, bedarf es des schriftlichen Einverständnisses des/der gesetzlichen Vertreter(s). Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Gesamtvorstand.

4.  Ehrenmitglieder können Personen werden, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben. Die Ehrenmitgliedschaft kann auch natürlichen Personen verliehen werden, die nicht Mitglied des Vereines sind. Die Entscheidung darüber trifft die Vereinsversammlung. Mitglieder der früheren „Privilegierten Scheibenschützen-Gesellschaft zu Dresden“, die erneut in den Verein eintreten, erhalten die Ehrenmitgliedschaft. Personen, die sich der Ehrenmitgliedschaft nicht würdig erweisen, kann diese aberkannt werden.

§ 4 Ende der Mitgliedschaft

1.  Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Tod oder Ausschluss.

2.  Der Austritt ist nur unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten und zum Ende des Geschäftsjahres zu erklären. Die Erklärung ist zum Nachweis des Eingangs der Austrittserklärung durch eingeschriebenen Brief an den Gesamtvorstand zu richten. Eine Bestätigung der Austrittserklärung durch den Gesamtvorstand erfolgt nicht.

3.  Ein Mitglied kann durch Beschluss des Gesamtvorstandes oder der Vereinsversammlung ausgeschlossen werden, wenn:

  • es in grober Weise das Ansehen des Vereines schädigt, dessen Interessen gefährdet oder sich sonst durch sein persönliches Verhalten einer weiteren Zugehörigkeit als unwürdig erweist,
  • es nachhaltig gegen die Satzung oder satzungsgemäße Beschlüsse verstößt oder
  • es Beitragsverpflichtungen oder andere aus der Gemeinschaft erwachsende Pflichten nachhaltig nicht erfüllt.

4.  Gegen einen Ausschluss durch Beschluss des Gesamtvorstandes kann der Betroffene innerhalb von vier Wochen nach Zustellung durch eingeschriebenen Brief schriftlich Widerspruch einlegen. Dieser wird der nächsten Vereinsversammlung zur endgültigen Entscheidung vorgelegt.

§ 5 Beiträge

1.  Der Jahresbeitrag wird vom Gesamtvorstand mit Zustimmung der Vereinsversammlung festgesetzt. Der Gesamtvorstand kann den laufenden Betrag in Einzelfällen unter Berücksichtigung der persönlichen und sozialen Verhältnisse abweichend festsetzen.

2.  Der Jahresbeitrag ist entsprechend der Finanzordnung des Vereines zu entrichten.

3.  Für den Jahresbeitrag sind die steuerrechtlichen Gemeinnützigkeitsbedingungen zu beachten.

4.  Ehrenmitglieder sind von der Leistung des Jahresbeitrages befreit.

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

1.  Alle Mitglieder des Vereines haben die gleichen Rechte und Pflichten, sofern in der Satzung bzw. in den Vereinsordnungen nichts anders festgelegt ist.

2.  Alle ordentlichen Mitglieder haben das Recht:

  • die Trainingsstätte des Vereines kostenlos zu nutzen,
  • vereinseigene Sportgeräte und Ausrüstung kostenlos zu nutzen,
  • an der ordentlichen und außerordentlichen Vereinsversammlungen stimmberechtigt teilzunehmen und
  • für ein Ehrenamt zu kandidieren, insofern sie das 18. Lebensjahr vollendet haben.

3.  Außerordentliche Mitglieder haben das Recht:

  • vereinseigene Sportgeräte und Ausrüstung kostenlos zu nutzen und
  • an der ordentlichen und außerordentlichen Vereinsversammlungen stimmberechtigt teilzunehmen.

4.  Ehrenmitglieder haben die gleichen Rechte wie ordentliche Mitglieder.

5.  Alle Mitglieder haben die Pflicht:

  • die Satzungen und Ordnungen des Vereines anzuerkennen,
  • die gesetzlichen Regelungen im Umgang und bei der Aufbewahrung von Waffen und Munition einzuhalten,
  • ihren Mitgliedsbeitrag pünktlich zu entrichten, insofern sie nicht von einer Beitragszahlung befreit sind und
  • jederzeit und überall das Ansehen und die Interessen des Vereins zu wahren.

§ 7 Organe

Die Organe des Vereins sind die Vereinsversammlung und der Gesamtvorstand.

§ 8 Vereinsversammlung

1.  Die Vereinsversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Die ordentliche Vereinsversammlung (Jahreshauptversammlung) findet einmal jährlich statt. Zu dieser hat der Gesamtvorstand alle Mitglieder mit einer Frist von zwei Wochen unter Zusendung der Tagesordnung einzuladen. Für die Wahrung der Frist ist das Datum der Aufgabe bei der Post maßgeblich.

Die ordentliche Vereinsversammlung ist zuständig für:

  • Entgegennahme des Tätigkeitsberichtes des Gesamtvorstandes,
  • Entgegennahme des Jahresabschlusses des Vorjahres,
  • Entgegennahme des Berichtes der Kassenprüfer,
  • Entlastung des Gesamtvorstandes,
  • Wahl des engeren Vorstandes,
  • Wahl der Mitglieder des Gesamtvorstandes,
  • Wahl und Entlastung der Kassenprüfer,
  • Beschlussfassung über Anträge,
  • Beschlussfassung zu Satzungsänderungen,
  • Verleihung der Ehrenmitgliedschaft,
  • Genehmigung des Arbeits- und Haushaltsplanes des laufenden Jahres,
  • Beschluss von Vereinsordnungen und
  • Auflösung des Vereines.

2.  Die Leitung der Versammlung erfolgt durch den Vorsitzenden des Vereines und bei dessen Verhinderung durch ein anderes Mitglied des engeren Vorstandes.

3.  Alle Mitglieder sind stimmberechtigt.

4.  Die Vereinsversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.

5.  Die Vereinsversammlung beschließt, soweit dies in dieser Satzung oder gesetzlich nicht anders vorgeschrieben ist, mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

6.  Über die Vereinsversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die von dem Versammlungsleiter und einem von diesem bestimmten Protokollführer zu unterschreiben ist.

7.  Der Gesamtvorstand kann jederzeit eine außerordentliche Vereinsversammlung einberufen. Die Ladung hat in gleicher Weise wie für eine ordentliche Vereinsversammlung zu erfolgen, jedoch kann davon abweichend die Einladungsfrist um eine Woche verkürzt werden.

Der Gesamtvorstand hat eine außerordentliche Vereinsversammlung einzuberufen, wenn dies von mindestens einem Drittel der Mitglieder unter Angabe der Gründe beantragt wird.

8.  Anträge, die in einer ordentlichen oder außerordentlichen Vereinsversammlung behandelt werden sollen, müssen spätestens drei Tage vor der Vereinsversammlung schriftlich eingereicht werden. Bei später eingereichten Anträgen entscheidet der Gesamtvorstand, ob er diese der Vereinsversammlung zur Behandlung vorlegt.

9.  Über die Art der Abstimmung entscheidet der Versammlungsleiter.

10.  Geheime Abstimmung durch Stimmzettel muss erfolgen, wenn ein Drittel der anwesenden Mitglieder es verlangt.

11.  Die Vereinsversammlung wählt für die Dauer von vier Jahren zwei Kassenprüfer. Diese dürfen nicht dem Gesamtvorstand angehören. Die Kassenprüfer haben die Journale, Rechnungen, Kontoauszüge und sonstigen Finanzbelege mindestens einmal im Jahr sachlich und rechnerisch zu prüfen und der Vereinsversammlung einen Prüfbericht zu erstatten. Sie beantragen die Entlastung des Vorstandes.

12.  Erfolgt die Buchhaltung des Vereines durch ein Steuerbüro, genügt eine sachliche Prüfung.

13.  Die Wahl des Gesamtvorstandes und der Kassenprüfer wird in der Wahlordnung des Vereines geregelt.

§ 9 Gesamtvorstand

1.  Der engere Vorstand im Sinne des BGB besteht aus drei Personen:

  • Dem Vorsitzenden,
  • Dem Schatzmeister, welcher zugleich Stellvertreter des Vorsitzenden ist und
  • Dem Schützenmeister (Sportleiter).

2.  Der Gesamtvorstand, besteht aus den Mitgliedern des engeren Vorstandes sowie bis zu acht weiteren Vorstandsmitgliedern.

3.  Der Verein wird durch den Vorsitzenden allein oder von den beiden anderen Mitgliedern des engeren Vorstandes gemeinsam vertreten.

4.  Der engere Vorstand wird von der Vereinsversammlung in geheimer Wahl für die Dauer von vier Jahren gewählt. Er amtiert bis zur Neuwahl.

5.  Die weiteren Vorstandsmitglieder werden in geheimer Wahl für die Dauer von 4 Jahren gewählt. Jedes Jahr scheiden zwei von ihnen aus, können sich jedoch erneut zur Wahl stellen. Abweichend von dieser Bestimmung werden in den ersten drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Satzung die beiden ausscheidenden Mitglieder per Los bestimmt, sofern nicht aus sonstigen Gründen Vorstandsmitglieder ausgeschieden sind. Danach scheiden jedes Jahr jeweils die beiden am längsten im Amt befindlichen Mitglieder aus.

6.  Bei der Auswahl der Kandidaten ist darauf zu achten, dass alle Interessengruppen des Vereines repräsentiert sind. Mindestens ein Mitglied des erweiterten Vorstandes soll weiblich sein.

7.  Bei Ausscheiden eines Mitgliedes des Gesamtvorstandes findet spätestens zu nächsten ordentlichen Jahreshauptversammlung eine Ersatzwahl statt. Handelt es sich um ein vorzeitiges Ausscheiden so geht die Amtszeit des dort neu gewählten Mitgliedes nur bis zum Ende der ursprünglichen Amtszeit des Ausscheidenden.

8.  Sitzungen des Gesamtvorstandes werden monatlich durchgeführt. Die Leitung erfolgt durch den Vorsitzenden und bei dessen Abwesenheit durch den Stellvertreter.

9.  Beschlüsse des Gesamtvorstandes werden mit einfacher Mehrheit der Stimmen der anwesenden Vorstandsmitglieder gefasst. Der Gesamtvorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens sechs Vorstandsmitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Sitzungsleiters den Ausschlag.

§ 10 Änderung der Satzung und Auflösung des Vereins

1.  Über Änderungen der Satzung beschließt die Vereinsversammlung. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen Stimmen.

2.  Zur Auflösung des Vereines ist eine Vereinsversammlung einzuberufen. Der Auflösungsbeschluss bedarf der Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen.

3.  In der Vereinsversammlung, die über die Auflösung beschließen soll, ist über die Art der Liquidation und über die Verwendung des Vereinsvermögens zu beschließen.

Bei Auflösung des Vereins sowie bei Wegfall des bisherigen Zwecks ist das nach der Berichtigung der Verbindlichkeiten verbleibende Vermögen einem gemeinnützigen Verein für die Förderung des Sportschießens im Bereich des bisherigen Vereins zuzuführen.

§ 11 Jugendabteilung des Vereins

1.  Die Jugendabteilung des Vereins ist Bestandteil der Sächsischen Schützenjugend, der Jugendorganisation des Sächsischen Schützenbundes e.V.. Sie ist an die Bestimmungen der Vereinssatzung und an die Gemeinnützigkeit des Vereines gebunden.

2.  Die Jugendabteilung des Vereins erarbeitet auf der Grundlage der Satzung des Vereins und der Jugendordnung des Sächsischen Schützenbundes e.V. eine eigene Jugendordnung. Diese Ordnung ist vom Vorstand zu bestätigen.

3.  Die Jugendabteilung des Vereins führt und verwaltet sich in diesem Rahmen selbstständig und entscheidet über die ihr zufließenden Mittel in eigener Verantwortung.

4.  Der von der Jugendabteilung gewählte Jugendleiter nimmt mit beratender Stimme an den Sitzungen des Gesamtvorstandes teil.

§ 12 Finanzen

Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der Gemeinnützigkeit sowohl durch Eigenerwirtschaftung in Form von Mitgliedsbeiträgen, Einnahmen aus Veranstaltungen und durch vom Verein betriebene Einrichtung und Werbung, als auch durch private und öffentliche Zuschüsse. Die Verwendung der Mittel wird durch eine Finanzordnung geregelt. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Vereinszweck fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Einnahmen und Ausgaben werden von dem Schatzmeister überwacht.

§ 13 Inkrafttreten

Diese Satzung ist von der außerordentlichen Vereinsversammlung am 10.04.2010 beschlossen worden und ersetzt die am 6.2.2010 geänderte Satzung.